Gitarrist Arne Jansen und Cellist & Bassist Stephan Braun sind feste Größen der Szene. Jansen kommt aus dem Jazz, Braun aus der Klassik. Gemeinsam erzählen sie musikalische Geschichten – Short Stories. Live sorgten bereits ihre viel beachteten Adaptionen von Dire Straits Songs für Furore. Das aktuelle Programm geht einen Schritt weiter: persönlicher, erzählender, mit neuer Schwingung.<br><br>Im neuen Live-Programm ist jeder Song mit einer kurzen persönlichen Geschichte verbunden, die Jansen und Braun selbst anmoderieren. So entstehen Bilder im Kopf der Zuhörenden – etwa bei Song for Issa, inspiriert von einer Afrika-Tour und der langjährigen Zusammenarbeit mit dem senegalesischen Orchestra Baobab. Das Stück ist deren Saxophonisten Issa Cissokho gewidmet, der 2019 verstarb.<br><br>Short Stories lässt viel Raum für das Ungesagte und eröffnet lange nachhallende Interpretationsräume. Auf der Bühne herrscht völlige Gleichberechtigung: Beide übernehmen im Wechsel die Führung, solieren virtuos, ziehen sich zurück, um dem anderen Raum zu geben. Eine auffallend wache Spielweise. Der Klang scheint oft größer als zwei Saiteninstrumente – man meint Synthesizer, Schlagzeugbesen oder clubbige Beats zu hören.<br><br>Der narrative Faden, der alles zusammenhält, ist Freundschaft. Man hört in jedem Ton die tiefe Verbundenheit der beiden. Jansen sagt: „Genregrenzen sind nicht unser Ding. Es geht nur um das Miteinander – darum, den anderen besser klingen zu lassen.“<br>Ein musikalisches Ereignis.
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